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PCI-Gazette 22 - Lausanne

Salon du Cheval et du Poney, Comptoir Suisse Lausanne 17.-20. September 2004

Eine PCI-Showgruppe mit drei Paso Peruanos und einem Paso Fino wurde an die Comptoir Suisse nach Lausanne eingeladen. Wie dieses Abenteuer in der französischen Schweiz von den Pasos und ihren Besitzer/innen erlebt wurde, schildert Huguette Zemp im folgenden Artikel.

Anlässlich unserer Auftritte im Mai an der „Chevaux-Du-Monde“-Ausstellung in Bellelay wur-den wir angefragt, ob wir nicht Lust hätten, nach Lausanne zu kommen und unsere Pferde im Rahmen des „Salon du Cheval et du Poney“ vorzustellen. Da in der Westschweiz Gangpferde noch sehr selten anzutreffen seien, wäre die Teilnahme von Pasopferden eine spannende Bereicherung für die Besucher.

Kurzentschlossen sagten vier begeisterte Reiter/innen zu:

• Arsène von Wyss mit Chamizo (PP)
• Robert Zürrer mit Tamara (PF)
• Marlise Scheiwiller mit Etiketta (PP)
• Huguette Zemp mit Zar Galante (PP)

Stattfinden sollte der Salon du Cheval am Wochenende vom 17. bis 20. September, also nur eine Woche nach der Paso-Fiesta. Da wir alle im OK von Bellelay eingespannt gewesen waren und mit der Organisation und Abwicklung des Festes alle Hände voll zu tun gehabt hatten, blieb die Zeit zum Üben für Lausanne knapp. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

So kam es, dass die Pferde, kaum von der Fiesta nach Hause gekommen, abermals in den Transporter steigen und die Reise nach Lausanne antreten durften. Wir kamen alle bereits am Donnerstagnachmittag an, um den Stand des PCI aufzubauen. Wie alle anderen Stände war auch der unsrige direkt an der Arena platziert, so dass wir von dort aus viele der Vorführungen von anderen Gruppen mitverfolgen konnten.

Den Freitag genossen wir noch ohne Showauftritt, da es im Vorfeld nicht klar gewesen war, ob zu jenem Zeitpunkt bereits alle Pferde in Lausanne eingetroffen sein würden. Dafür übten wir eifrig auf dem Kinderspielplatz nebenan. Die Kinder freuten sich sehr über die Abwechslung und die Pferde konnten sich an flatternde Abschrankungen, Kindergeschrei, Autobusse und vieles mehr gewöhnen.
Am Samstag war einiges los und wir bekamen Besuch und Unterstützung von Béatrice und Pierre-Yves Lötscher sowie von Oskar Zemp. Zuerst stand der Umzug durch die Gärten des Palais de Beaulieu an. Es war für die Pferde eine echte Herausforderung, zwischen der Menschenmenge, Grill- und Süssigkeits-Ständen und sprudelnden Whirlpools hindurchzutölten!

Danach zeigten wir bei sommerlichen Temperaturen dem zahlreichen Publikum unsere Choreografie. Diverse Gruppen präsentierten jeden Tag von 13:00 bis gegen 19:00 ihr Können, und wir waren jeweils als eine der ersten Gruppen an der Reihe. Als es Marlise und Oskar gegen Abend hin etwas langweilig wurde, sattelten sie Etiketta und Zar und ritten durch die Stadt zum Parc de Sauvabelin. Über Holzbrücken, Treppen hinauf und hinunter führte der Weg, und begeisterte Kinderscharen folgten den Pferden... Pasos sind wirklich für alles zu haben!

Da in der welschen Schweiz der Montag des 20. September ein offizieller Feiertag war und wir das schönste Wetter genossen, kamen am Sonntag und am Montag die Zuschauer noch zahlreicher und es entstanden an unserem Stand einige gute Gespräche mit neugierigen Pferdenarren.

Dieser Anlass war für uns sehr angenehm, aber für die Pferde ziemlich anstrengend. Da das Ausstellungsgelände mitten in der Stadt lag, waren die Ausweichmöglichkeiten gering und das Hin und Her von Besuchern und Showteilnehmern hielt jeweils den ganzen Tag an.

Unser Aufenthalt in Lausanne ist, dank der sehr herzlichen Gastfreundschaft von Pierre-Georges, Françoise und Caroline, die uns in ihrem Haus beherbergten und verköstigten, zu einem unvergesslichen Erlebnis geworden.

Es war schön, mit euch allen diese Herbsttage zu verbringen und den PCI zu repräsentieren. Herzlichen Dank noch allen, die es ermöglicht haben, unsere schönen Pferden meiner Heimatstadt näher zu bringen.

Im Namen des Quartetts,
Huguette Zemp